2008er Weinfest in der Pfälzer Residenz in München – Tag 1
Verfaßt von Florian Graus am 1. Januar 2009, kategorisiert unter Weinfeste 2008
Donnerstag, 31. Juli 2008
Daß es uns nach Stadtmauerfest und Sommerfest nicht langweilig wird hat sich Jochen kurzer Hand dazu entschlossen am Weinfest der “Pfälzer Residenz” in München teilzunehmen. Bei so etwas bin ich natürlich gleich am Start.
Gegen 02:00 Uhr holte Jochen mich ab und wir fuhren mit dem großen Gespann Richtung Süden. Schon auf der Hinfahrt ereignete sich bei Augsburg ein spektakulärer Zwischenfall. Ein LKW vor uns mußte abrupt bremsen und Jochen blieb nur noch die Möglichkeit einen Spurwechsels übrig. Dadurch fühlte sich ein Transporterfahrer dermaßen genötigt daß er neben uns fuhr und uns drohte. Dann machte er ein paar Schlenker vor unserem Bus um uns dann auch noch mitten auf der Autobahn auszubremsen.
Dennoch kamen wir gegen 07:00 Uhr sicher in München an. Wir hatten etwas Mühe die Richtige Einfahrt zum Festplatz zu finden von den Kamikaze-Fahrradfahrern ganz zu schweigen. Nach dem Ausladen gingen wir erst einmal mit den Jungs der Ungsteiner Winzergenossenschaft frühstücken. Wir gönnten uns gleich zwei Bier. Schließlich waren wir ja schon sieben Stunden auf den Beinen, es war fast wie Feierabend.
Wieder an unserem bereits aufgebauten Stand machten wir uns dran die Kühlschränke zu bestücken. Ich zog es vor alles etwas spannender zu gestalten indem ich mir die spitze Schere tief in die Hand rammte. Es tat nicht weh, blutete aber wie blöd. Als alter Fallschirmjäger schnell alles verbunden und weiter ging die Arbeit.
Gegen 13:00 Uhr waren wir dann am Hotel, die Zimmer waren natürlich noch nicht fertig. So beschlossen wir erst essen zu gehen. Eine Pizza nahezu einhändig zu essen ist schon schwer. Das nächste Mal sollte ich sie wohl schneiden lassen…
Wider Erwarten waren die Zimmer bei unserer zweiten Ankunft nur zu 50 Prozent fertig. Wenigstens eines. Also ging ich rauf zum Duschen und neu verbinden. De Hand tat weh uns sah auch noch übel aus. Aber mit ein bißchen Jod wird das schon gehen.
Nach dieser kurzen Pause standen wir so gegen 15:00 Uhr, kurz nach der Eröffnung, wieder am Stand. Der Nachmittag verlief schleppend, dafür wurde es abends richtig gut. Die Gäste waren sehr angenehm und so machte das Ausschenke zu zweit Spaß.
Gegen Ende der Veranstaltung so um 0:30 Uhr entschied ich mich dazu mich an dem bereitstehenden KTW neu verbinden zu lassen. Die Jungs machten mir dann so Angst, daß ich tatsächlich mit in eine Klink fuhr um die Wunde nähen zu lasen.
Die Chirurgen waren natürlich sehr angetan, daß so einer wie ich nachts mit einer Wunde von morgens vorbei kommt. Nähen war nach 13 Stunden nicht mehr drin, so blieb bloß ein tolles Jodbad, eine Röntgenaufnahme, Ausspülen der Wunde und das Anlegen einer Schiene. Mit zwei Tabletten Antibiotika und der Aufforderung jeden Morgen zur Kontrolle zu erscheinen wurde ich weg geschickt. Ach ja, arbeiten dürfte ich auch nicht mehr…
Hungrig und total kaputt kam ich nach 24 Stunden auf den Beinen dann endlich wieder im Hotel an. Ich schlief sofort ein…