591. Wurstmarkt – 24 Stunden – Teil 2

Verfaßt von am 1. Januar 2009, kategorisiert unter Weinfeste 2007

Sonntag, 09. September 2007

Nach dem ausgiebigen Frühstück verabschiedete sich unser Dominik und machte sich auf den Weg in sein Bettchen. Na ja, für den ersten Versuch gar nicht mal so schlecht. Die restlichen Sportler begaben sich wieder zum 21er um dort der eigentlichen Pflicht nachzugehen.
Der einsetzenden Müdigkeit versuchten Stefan und ich durch dem Genuß von einem doppelten Espresso entgegenzuwirken. Am Café W nahmen wir dieses elegante, italienische Getränk ein. Beim Anschließenden Gang über das Festgelände trafen wir meine Eltern und machten uns gemeinsam auf den Weg zum Weindorf um uns dort das Mittagessen schmecken zu lassen. Dort saßen wir selbstverständlich in bester Runde, denn der Bad Dürkheimer Bürgermeister, Herr Wolfgang Lutz, gesellte sich zu uns. Gemeinsam saßen wir bei Steaks vom Jungschwein und plauderten über das Fest der Feste.
Nach einer kleinen Weinprobe durch sämtliche trockenen Weißweine des Standes zogen Stefan und ich uns wieder an den 21er zurück. Dort wartete schon ungeduldig Atze mit der Meinung wir hätten abgebrochen und wären nach Hause gegangen.
Mit einem weiteren leckeren Riesling-Schorle machten wir uns auf den Weg zur Kupferpfanne. Dort hatten wir im letzten Jahr die beiden Angestellten Tanja und Bianca getroffen als sie morgens in Richtung Dusche ginge. Als Stammpersonal waren sie natürlich auch an diesem Tag zu gegen. Bei einer leckeren Portion Champignons plauderten wir gemütlich in der Mittagssonne.
Scherzhaft meinten die beiden sie hätten Lust auf eine heiße Schokolade mit Sahne und einen Cappuccino. Da wir drei selten zu Scherzen aufgelegt sind machten wir uns im Anschluß sofort auf den Weg und besorgten die gewünschten Heißgetränke.
Wieder am Liebingsschubkarchstand trafen wir auf Klaus und Nici. Beide waren auch noch vom Vorabend hier. Klaus versuchte sich an knuspriger Ente mit Reis und Erdnußsoße. Genau das sind Speisen welche man nicht unbedingt an einem 24-Stunden-Marathon zu sich nehmen sollte. Diese Ernährungsumstellung rächte sich umgehend und so mußten die beiden diese Sportveranstaltung verfrüht gegen 19:00 Uhr beenden.
Eine Stunde später begannen langsam die Schmerzen und die Müdigkeit setzte ein. Während Stefan noch frisch dastand fing mein innerlicher Verfall an. Dieser Müdigkeit versuchten wir mit Sparziergängen über den Platz zu entgegnen. Das am 21er niemand merkte, daß ich mich auch mal setzen mußte (Wer setzt sich schon am Wurstmarkt?), nahmen wir mit einem Rieslingschorle vor dem Bierzelt Platz. Von dort hatte man einen ausgezeichneten Blick auf die Bayernwippe.
Während wir die Kinder beobachten welche dieses Fahrgeschäft nahezu perfekt beherrschten setzte sich eine Amerikanerin aus Arizona neben mich. Man staunt doch immer nicht schlecht wie gut man selbst noch nach einigen Schorlen Englisch sprechen kann wenn man nur will. Der Leistungskurs hat sich also doch bezahlt gemacht…
Nach einer kurzen Plauderei zog sie weiter und die nächsten Besucher kamen zu uns. Man ist auf dem Wurstmarkt nie alleine und steht doch immer unter Beobachtung. Dani und Kerstin wollten mal schauen ob es uns noch gut geht und drückten uns die Daumen die letzten 90 Minuten auch noch durchzustehen.
Am 21er Schubkarchstand bogen wir in die Zielgerade ein. Mit einem letzten Schorle und in geselliger Runde fieberten wir dem Ende entgegen. So schwer wie dieses Jahr ist es mir noch nie gefallen 24 Stunden durchzumachen. Kurz vor 22:00 Uhr ließen wir uns von Stefans’ Mutter an der Agip-Tankstelle abholen.
Welch hartes Geschäft, vielen Dank an alle welche mit uns die Zeit durchgestanden haben und auch zum Schluß über 24 Stunden auf dem Zähler hatten…
13 Stunden
8 Riesling-Schorle


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