Bramberg (A) – Highway to heaven

Verfaßt von am 1. Januar 2009, kategorisiert unter Urlaube / Ausflüge

Sonntag, 18. Dezember 2005

Die Gondel war immer noch “out of order”. Einige standen schon kurz vor der Eskalation. “Wenn isch heid net Skifahre kann dann bassierd was…”. Die Skischule von Bramberg organisierte ein Ausweichprogramm. Mit Bussen wurden die Teilnehmer nach Krimml an die Gerlosplatte gefahren. Dort war das Skigebiet in Betrieb.
Da wir unabhängig sein wollten schnallten wir die Schneeketten auf den Bus und fuhren selbst die Alpenstraßen in Richtung Gerlospaß. Die Straße war heftig verschneit, somit fuhren wir den Witterungsverhältnissen angepaßt. Das störte jedoch eine Österreicher, die kein Problem damit hatte uns noch am Berg zu überholen. Aber wir wollten schließlich auch sicher ankommen.
Für günstige 32.- EUR kauften wir uns eine Tageskarte und kamen somit das erste Mal in den Genuß Ski zu fahren. Es war zwar mit 12° Celsius unter Null und heftigem Wind saumäßig kalt aber wir hatten unseren Spaß. Dominik entpuppte sich trotz mehrjähriger Ski-Abstinez zu einem recht sicheren Fahrer. Klaus und Nici gliten den Hang auf dem Snowboard herunter. Zwar ließ das Kurven noch etwas zu wünschen übrig aber sie versuchten es wenigstens. Im Gegensatz zu mir, ich hatte zwar mein Board dabei fuhr aber nicht damit…
Während dem Mittagessen erfuhren wir, daß der eine Bus welcher mit der Skischule aus herauf gefahren nichts für den Skipaß gezahlt hatte. Einige von uns waren darüber recht erbost und wollten sich am Abend bei dem Organisator beschweren. Ich bezweifelte, daß das etwas bringen würde…
Kurz vor dem Skibus fuhren wir wieder ins Tal. Und stellten dann in Neukirchen fest, daß die Gondel wieder ihren Betrieb aufgenommen hatte. Im Hotel brachten wir unsere Sachen auf das Zimmer und gingen dann sofort zum Rodeln. Im Hotel konnte man sich flache Plastikschüsseln ausleihen mit denen man den nahegelegen Berg herunterfahren konnte. Natürlich sind wir Extremsportler und liefen bis oben auf den Berg um möglichst viel Fahrt zu bekommen.
Jochen und ich machten den Anfang. Wir versuchten durch den Tiefschnee nach unten zu kommen. Schließlich war es fort am steilsten. Leider bremste der viele Schnee die Fahrt aber wir bahnten auch zugleich eine Gasse für die anderen. Gegen Ende ging es dann richtig ab und es gab die schönsten Stunts. Der eine schlug einen Salto, der andere bremste mit der Fresse im Schnee und manche rutschen ohne Wok den Berg herunter…
Im Anschluß fanden wir uns in der einzigen geöffneten Aprés Ski Bar ein und tranken ein paar Weißbier. Bis auf die Jungs von “Grabowsky (250 Aufrufe)” war zwar sonst keiner mehr in der Hütte aber das stört uns auch nicht weiter. Jochen unser “Arbeitsmaschinen-Freak” war von der draußen fahrenden Schneeraupe so begeistert, daß er sein Bier stehen ließ und den Kollegen so lange bis dieser ihn mitnahm.
Ganz begeistert und strahlend wie die Grinsekatze von Alice kam ein ein wenig später wieder rein. “…iwwer dreihunnerd PS unn verbrauche dut se mehr als 20 Lidder. In de Stunn!”
Danach ging es ein Lokal weiter um dort noch etwas Festes zu sich zu nehmen. Schließlich können auch wir nicht nur trinken. Außerdem mußten wir uns einfach noch einmal von den netten Bedienungen verwöhnen lassen. Bei Hirschragout und Weißbier wurden mal wieder die üblichen Frauenthemen angeschnitten.
Bei dem folgenden Konzert der “anonymen Giddarischden (252 Aufrufe)” ließen wir uns mal wieder völlig gehen. Ich sag´ nur: “Ihr habt die Haare schön, ihr habt die Haare schön…”. Es flossen abermals einige Flaschen Bier. Wahrscheinlich hätten wir auch Stefans’ Idee gleich einen ganzen Kasten zu holen folgen können. Wokaholic grätschte den Veranstalter ab und versuchte ihm klarzumachen, daß wir gerne unser Geld für die Skipässe aus Kirmml hätten. Er meinte, er kann da jetzt auch nichts machen und wir sollten mal montags auf das Büro kommen.
Da Klaus am darauffolgenden Montag seinen Geburtstag feiern durfte hielten wir uns bis 0:00 Uhr wach und stießen dann im Zimmer 207 auf sein Wohl an. Bei ein paar guten Tropfen Rotwein gaben wir uns dann den Rest und vielen ins Bett.


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