Bramberg (A) – Schneewandern
Verfaßt von Florian Graus am 1. Januar 2009, kategorisiert unter Urlaube / Ausflüge
Freitag, 16. Dezember 2005
Gegen 02:00 Uhr starteten Jochen und ich in Freinsheim mit dem privaten Skibus zum Einsammeln der anderen Mitreisenden. Erst Dominik und Thiemo, dann BamBam in Herxheim im Anschluß Klaus und Nici in Weisenheim und zu guter Letzt Stefan in Gerolsheim. Kurz vor 03:00 Uhr fuhren wir auf der Autobahn Richtung Süden.
Wie das bei dieser Jahreszeit so üblich ist hatten wir nach Stuttgart etwas mit Schnee zu kämpfen und auf dem restlichen deutschen Streckenabschnitt mit Regen. Kaum auf der Österreichischen Seite angelangt war die Autobahn nicht mehr frei sondern schon ziemlich mit Schnee bedeckt. Wahrscheinlich war das noch für die zu wenig um zu räumen.
Unnötiger Weise versorgten wir uns für die knapp 20 Km Autobahn mit einer Vignette für 7,60 EUR. Wenn wir uns über die Bundesstraßen gequält hätten wäre es auch nicht sonderlich weiter gewesen. Aber wer weiß wie es da ausgesehen hätte. Schließlich war der Paß nach Mittersill auch nicht sonderlich geräumt. Vor uns rutschten etliche LKW mehr schlecht als recht über die Piste. Die Cops hatten einiges zu tun jeden abzukassieren und anzuhalten die Schneeketten aufzuziehen. Wir kamen zum Glück noch ohne durch.
Gegen 11:00 Uhr, nach acht Stunden Fahrt und nachdem Dominik seine Pullmoll-Dose ganz aufgegessen hatte, setzen wir BamBam vor seinem Hotel in Neukirchen ab und schlugen selbst ein später im verregneten Bramberg auf. In dem Touristenbüro erhielten wir die notwendigen Unterlagen für diese Veranstaltung: Skipässe, VIP-Ausweise und sonstige Informationen. Das erste Erfreuliche war, daß unser Hotel “Senningerbräu” nur knapp 80 Meter von dem Festzelt entfernt war.
In Windeseile bezogen wir unsere Zimmer und fuhren dann sofort, nach einem Glas Rotwein, zu der Gondelstation. Zuvor hatten wir bereits schon erfahren, daß diese aufgrund des schlechten Wetters nur bis zur Mittelstation fahren würde. So entschlossen wir uns ohne Bretter hoch zu fahren, die Lage zu peilen und dann eventuell Ski zu fahren.
Oben angekommen lieferten wir uns natürlich die erste Schneeballschlacht. Schließlich war ja genug von dem weisen Zeug da. Planlos wollten wir die Piste zu Fuß hinunter wandern um auf der Hütte etwas zu essen. Zwei freundliche Skilehrer zeigten uns eine Abkürzung durch den Wald. Wir sollten ihnen einfach hinterher laufen. Die Jungs schossen mit ihren Brettern mitten durch den Wald während wir, wahrscheinlich zu deren Belustigung, hinterher stürzten.
Nach knappen 30 Minuten erreichten wir die Hütte. Drinnen saßen schon ein paar Jungs von “den Anonymen Giddarischden” (252 Aufrufe). Es gab zwei gute Wiener Schnitzel mit Pommes, Salat und Preiselbeeren für gerade mal knapp 9,- EUR und selbstverständlich das erste Weißbier. Edsel von den Anonymen war bereits voll in seinem Element und unterhielt die Nichtpfälzer am Nachbartisch mit seinen Anekdoten.
Nach dieser Pause stürzten wir den restlichen Weg ins Tal und entschieden uns mit fast der letzten Gondel gegen 15:50 Uhr noch mit den Skiern die Piste abzufahren. Wir, Jochen, Thiemo und ich, wollten uns das nicht nehmen lassen. Es war zwar schon recht dunkel und es schneite noch kräftig machte aber dennoch Spaß.
Eine halbe Stunde später wieder unten angekommen machten wir eine mehr als geniale Entdeckung. Agger, Heiko und die Kollegen waren mit zwei Bussen von der Feuerwehr vor Ort. Ich schätze, daß hat auch noch keiner gebracht. Mit der lokalen Feuerwehr Kontakt aufzunehmen, sich eine Einladung schicken zu lassen um dann dem Wehrführer ein Auto aus den Rippen zu leiern. Verschärft…
Wir trafen uns mit den anderen wieder am Bus, die hatten mittlerweile ihrer Skier und Snowboard ausgeliehen. Wir fuhren wieder ins Hotel um dort die Schuhe abzustellen und dann gleich ohne Verzögerung zum Aprés Ski zu gehen. Wir entschlossen und dazu in das Festzelt zu gehen. Schließlich sollte dort gegen 18:00 Uhr auch die offizielle Begrüßung stattfinden.
Das Zelt war bis auf das Personal noch recht leer gewesen. Wir begannen fataler Weise mit Runden. Um genauer zu sein mit Bierrunden. Die Taktrate war wohl etwas zu hoch und so begab es sich, daß bereits nach knapp 70 Minuten jeder eine Runde gegeben hatte. So manch einer kam im Verlauf des Abends auf die grandiose Idee im Wechsel Bier- und Jägermeisterrunden zu geben. Dies führte dazu, daß so manch einer am anderen Tag nichts mehr von der Live-Band wußte. Nacheinander verließ das Ratpäckchen das Fest. Die letzten so gegen 23:00 Uhr.
Das Zimmer 209 war diese Nacht nur zu 50 Prozent besetzt. Ich war etwas früher gegangen und zog es vor hinter mir die Türe abzuschließen. Jochen klopfte vergebens an die verschlossene Pforte. Zwar wurden die restlichen Zimmer wach und auch geöffnet aber meines blieb verschlossen und still. Er hatte seine Mühe dem Wirt ein weiteres Bettzeug abzuschwatzen so daß er wenigstens im Zimmer 207 bei Dominik, Stefan und Thiemo auf der Couch schlafen konnte…