Gerlos (A) – Das Schlüsselerlebnis

Verfaßt von am 1. Januar 2009, kategorisiert unter Urlaube / Ausflüge

Sonntag, 19. Dezember 2004

Da sich bei mir erheblicher Muskelkater in den Oberschenkeln vom Fahren und in den Unterarmen vom Fallen einstellte zog ich es vor den Snowboardkurs gegen Skifahren einzutauschen. Man kann das Fahren durch einen Snowboardkurs schon fast verlernen. Ich lag gleich auf der ersten blauen Piste im Schnee aber nach dem ersten Weizenbier wurde es schon wieder besser.
Jochen stieß mal wieder später zu uns da er sich von der strapaziösen Nacht noch erholen mußte. Wir fuhren noch ein paar Mal die Piste hinunter um dann noch auf der Latschenalm eine Nudelsuppe und ein weiteres Weizen zu trinken. Stefan zog dieses Mal den Lift der schwarzen Piste zur Umbrella Bar vor. Wir hingegen wagten und nochmals die vereiste Piste hinunter und Jochen und ich legten uns dabei gleich mal hin. An diesem Stück lagen Eisklumpen in der Größe von Tischtennisbällen.
In der Umbrella Bar gaben FISHERMAN´S FRIENDS noch mal ihr bestes und sorgten für gute Stimmung. Wir erfreuten uns der renovierten Herrentoilette welche beim letzten Skipopening etwas “umgebaut” wurde. Nach ein paar lecker Bierchen fuhren wir bei Schneefall mit dem Auto den Berg hinunter. Natürlich ohne Schneeketten…
An diesem Abend schoß Jochen seinen Bock. Wir beschlossen den Aprés Ski sein zu lassen und lieber gemütlich in der Hotelbar ein paar Bier zu trinken. Während Stefan noch mit seine Skischuhen kämpfte saß ich schon an der Bar. In diesem Moment kam Jochen rein und präsentierte seinen “neuen” Autoschlüssel. Er war etwas kürzer als der alte, der klägliche Rest befand sich noch im Türschloß. Sauber abgebrochen… Daraufhin bestellte ich uns gleich mal vier Bier. Als Stefan die Treppe raufkam konnte er es kaum fassen.
Wie das natürlich so ist hat man im Urlaub auch keinen Ersatzschlüssel dabei. Zum Glück ließen sich die Türen noch verriegeln nur das Auto lies sich selbstverständlich nicht mehr starten. Nach etlichen Telefonaten mit dem ADAC machten wir das beste daraus und gingen erst einmal zum Abendessen. Schließlich konnten wir im Moment eh nichts mehr ändern.
Im Jägerstüberl bestellte ich ein lecker Wiener Schnitzel und durfte darauf 45 Minuten warten. In dieser Zeit erlebten wir einiges Interessantes. Betrunkene Holländer setzten sich bei uns an den Tisch ohne zu fragen, betrunkene Bayern fragen wenigsten ob noch frei war. Aber ich war durch den Hunger so gereizt, daß die Holländer unverrichteter Dinge von dannen zogen und der Bayer mit etwas Gebrummel das Lokal verließ. Das Schnitzel entschädigte für den Streß.
Nach einer kleinen Schneeballschlacht (Man(n) ist halt doch noch irgendwo Kind) fanden wir uns zum Abschluß in der Hotelbar ein. Im Anschluß folgten auf dem Zimmer noch ein paar “Gymnastikübungen”. Der eine versuchte einen Handstand auf dem Bett zu machen während der andere ein Schrank oder die Fensterbank als Sitzplatz vorzog.


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