Hippach (A) – Blind-Ski-Fahren

Verfaßt von am 1. Januar 2009, kategorisiert unter Urlaube / Ausflüge

Sonntag, 05. März 2006

Nach einer leicht überhitzten Nacht und einem reichhaltigen Frühstücksbuffet fuhren wir, beinahe geschlossen mit dem Skibus an die Talstation der Horbergbahn. Für günstige 170,00 EUR kauften sich die Männer je einen Sechs-Tages-Paß. Die Sicht oben war recht Bescheiden, die Pisten waren nicht gemacht und zudem war es noch heftig am Schneien. Da aber bei schönem Wetter jeder fahren kann ging es gleich zum ersten Lift und zur ersten roten Piste.
Nachdem sich nach den ersten eineinhalb Stunden zusammengefrorene Augenbrauen und Wimpern einstellten zogen wir es vor unseren alten Stammplatz in der Elchbar aufzusuchen. Bei 0,3er Weizenbier tauten wir langsam wieder auf. Der Barkeeper Timmi versuchte mich zu animieren gegen 16:00 Uhr auf der Theke zu tanzen. Es kämen ein paar Skihasen des professionellen Gewerbes welche dann strippen würden und einer müßte den Damen schließlich Sahne von der Brust lecken. Da ich nun mal leider des Tanzens nicht mächtig bin mußte ich dieses gutgemeinte Angebot leider ausschlagen.
Während unseres Aufenthaltes in der Elchbar schaffte es Conny sich die Entscheidung wann sie denn mal wieder neue Ski benötigen würde erheblich zu erleichtern. Das Motto für den nächsten Urlaub, sollte es in dieser Konstellation noch mal einen geben, wird wohl dann “Spitzen in die Höh´” heißen…
Nach dem Mittagessen, bei mir bestehend aus Weizenbier und einer Banane, fuhren wir bei besserer Sicht noch einige Male den Hang hinunter um wieder ein besseres Gefühl für das Skifahren zu bekommen. Vor allen Dingen aber um eine bessere Rechtfertigung für das bevorstehende Aprés Ski zu haben. Diese fand an der Talstation der Horbergbahn in der Yeti Bar statt. Die endgültige Einstimmung auf den Skiurlaub erfolgte mit einem 3-Liter Weizenbier für günstige 25,00 EUR. Schließlich galt es die eingebildeten Skilehrer mit ihrem 3-Liter Cola-Bier zu schlagen. Wie ihr euch vorstellen könnt haben wir es locker mit einem Vorsprung von einer viertel Stunde gepackt.
Zwei Stunden nach dem letzten Skibus und 15 Minuten nach dem letzten gewünschten Lied von AC/DC machten wir (Dominik, Stefan und ich) uns zu Fuß auf den Heimweg ins Hotel. Beladen mit Stöcken in der einen, Ski in der anderen Hand und den passenden Schuhen an den Füßen schafften wir den Weg in einer knappen halben Stunde.
Nach dem Duschen, welches “Wiesbaden ist nur im Stehen” ;-) folge der Ausflug in den Ort Hippach um eine passende Futterstelle zu finden. Diese bot sich uns bei “Don Camillo” dem Paten vom Zillertal. Zwar mußte Dominik etwas länger auf seine Pizza warten, um nicht zu sagen er wurde übergangen, dafür war auch die ein Hochgenuß für die biergetränkten Geschmacksnerven.


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