Hippach (A) – Hit the road Jack

Verfaßt von am 1. Januar 2009, kategorisiert unter Urlaube / Ausflüge

Samstag, 04. März 2006

Ein Skiurlaub ist doch immer etwas tolles, auch wenn ich anfangs nicht so begeistert war mit einer so großen Gruppe von 13 Personen und einem Hund gemeinsam in Urlaub zu fahren. Doch Michael überzeugte mich von dem Gegenteil. Im Nachhinein betrachtet macht so etwas schon Spaß wenn man Single ist, sein eigenes Ding macht, nur das glaubt was man selbst sieht oder hört und sich in manche Sachen einfach nicht einmischt…
Da macht einem sogar das Tragen eines HELLBLAUEN Gruppen-T-Shirts nicht allzuviel aus.

Gegen 03:00 Uhr war Abfahrt. Unser Sammeltaxi in Form eines Ford Mondeos aus Heppenheim sollte uns sicher innerhalb einer kurzen Fahrtzeit von 6,5 Stunden ans Ziel bringen. Allerdings kommt es erstens anders und zweitens als man denkt. Den Vortag und die Nacht hatte es im Süden Deutschlands nur geschneit, dementsprechend sahen auch die Straßen aus. Erschwerend hinzu kam auch noch der andauernde Streik des öffentlichen Dienstes in Baden-Württemberg, somit waren nicht allzu viele Streufahrzeuge im Einsatz. Verdi sei Dank!
Kurz nach 07:00 Uhr machten wir die erste Rast und somit auch das erste Bier auf. Michael und ich konnten dem mitgebrachten Kasten Tannenzäpfle nicht widerstehen. Außerdem wollten wir das doppelte Dutzend nicht wieder, wie im letzten Skiurlaub, fast vollzählig mit nach Hause nehmen.
Eine dreiviertel Stunde später passierten wir die Allianz Arena in München. Da das Navigationssystem etliche Staus auf dem Münchener Ring gemeldet hatte und es auch fast schon Tradition ist entschlossen wir uns die Münchener Innenstadt zu durchqueren. Wie es sicht herausstellte war dies keine schlechte Entscheidung, erstens kamen wir sehr gut durch und zweitens sahen wir auch noch etwas von der verschneiten Bayrischen Landeshauptstadt.
Gebremst wurde unser Hinflug durch einen circa zehn Kilometer langen Stau auf der A8 Richtung Rosenheim. Hierdurch verloren wir ungefähr eine dreiviertel Stunde kostbarer Urlaubszeit. Der nächste Dämpfer ließ nicht lange auf sich warten… Kauft nie eine Vignette an der letzten Raststätte. Ich war der Trottel der am meisten auf die Toilette mußte, der Depp der eigentlich draußen in die Natur machen wollte sich aber vom Gegenteil überzeugen ließ und der Vollidiot der dann 15 Minuten in der Schlange vor der Kasse stand um dieses verdammte “Pickerl” zu bekommen. Resultat: Bluthochdruck. Durch die zügige Einnahme von 330 ml des Blutdrucksenkers Gerstensaft konnte ich zum Glück eine Eskalation meinerseits vermeiden.
Die restliche Fahrt verlief recht unspektakulär, so daß wir gegen 11:11 Uhr (Helau) in Hippach am Zillertaler Weinstadl einschlugen. Nachdem die Zimmer noch nicht bezugsfertig waren entschlossen wir uns dazu Dominik, welcher die Fahrt blendend gemeistert hatte, mit einem Bierchen zu belohnen. Solidarisch tranken wir selbstverständlich alle eines mit. Der Kasten wies jetzt schon, acht Stunden nach Fahrtbeginn, eine erschreckende Leere auf. Durch eine stärkende Portion Kässpatzen im hoteleigenen Restaurant kamen wir wieder zu Kräften. Zudem machten wir auch gleich die angenehme, optische Bekanntschaft mit der Wirthaustochter.
Nach und nach trafen die restlichen Mitreisenden ein. Erst Jochen mit Silke und Stephie, dann Thiemo, Pia und der noch kleine Neo zu guter letzt dann auch noch Tim, Conny, Mareike und Ulla. Da deren Zimmer seltsamerweise eher bezugsfertig waren als die unseren entschlossen wir uns zu einer Schneewanderung entlang der Ziller mit Thiemo, Pia, Neo und selbstverständlich der nächsten Runde Bier.
Gegen 13:00 Uhr nahmen Stefan und ich das Zimmer 219 in Besitz während Dominik und Michael 217 stürmten. Nach einem weiteren Bier und der Feststellung, daß der Kasten den Nachmittag nicht überleben würde gingen wir um 15:00 Uhr zum Einkaufen in den nahegelegenen Supermarkt. Ein herrlicher Kasten Zillertal Pils der 0,5er Baubier-Klasse wurde unser eigen. Da diese Versorgung nun gesichert war machte sich der Rest daran ihre Sportgeräte auszuleihen so daß wir sofort im Anschluß, es war kurz nach 16:00 Uhr, zum “Aprés Autofahren” in der lokalen Bar übergehen konnten.
Nachdem Genuß von etlichen Hofbräu-Bieren und einem Obstler kippte zum Glück nicht die Stimmung, dafür aber zwei Gläser. Den Inhalt eines der beiden konnte ich eleganterweise mit meinem rechten Oberschenkel auffangen so daß es sich nicht auf den Boden ergoß…
Während die anderen das Abendessen einnahmen folgte bei “de Buwe” die Stubenparty mit weiteren Portionen an Flaschenbier, guter Musik und illusteren Gesellschaftsspielen. Nach Stillen von Hunger und Durst fielen wir in die Betten…


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