Moseltour – Don´t pay the ferryman
Verfaßt von Florian Graus am 12. Juni 2011, kategorisiert unter Urlaube / Ausflüge
Samstag, 04. Juni 2011
Heute stand ein Tag Regeneration auf dem Programm, wir machten eine Bootsfahrt und die ist bekanntlich lustig. In Trittenheim war direkt der Anleger und nach etwas Wartezeit kam erst der Herr Kassierer und dann das Schiff. Wir waren recht früh dran und so machten wir es uns auf dem Sonnendeck bequem. Was, wie sich herausstellte, ein fataler Fehler war. Unsere Fahrt umfaßte eine Strecke von knapp 50 Kilometern, bis Traben-Trarbach. Dementsprechend lange dauerte es, wir waren ja nicht auf einem Schnellboot unterwegs. Der Fahrtwind kühlte und so merkte man nicht die Intensität der Sonne, welcher wir auf dem Sonnendeck natürlich schutzlos ausgeliefert waren. Das resultierte erstens in einem Sonnenbrand, zweitens in einem leichten Hitzschlag.
Zudem war die Fahrt recht langweilig und wir beschlossen, daß es vorerst die letzte bleiben sollte. Gefühlte zehn Stunden schipperten wir vor uns hin. Ab und an ließen wir uns ein Getränk von der polnischen Besatzung bringen, was qualitativ in dem schlechtesten Cappuccino aller Zeiten weltweit gipfelte. Dazu säuselte uns ein Band die Geschichte der vorbeiziehenden Ortschaften vor. So dümpelten wir dahin. Leute mit Schlaflosigkeit sollten das mal versuchen.
In Traben-Trarbach hatten wir einen gut zweistündigen Aufenthalt für das dortige Kellerfest machte mir nicht so wirklich Spaß. Die Sonne hatte mir schon ganz schön zugesetzt. Wir nahmen an einer Kellerführung im “Weingut Stork (21 Aufrufe)” teil und tranken dazu einen Secco. Die meisten Keller hier sind aus Schiefer gebaut, was zum einen gut ausschaut, zum anderen auch noch klimatische Vorteile bietet.
Auf der Moselseite von Traben machten wir bei einem weiteren Ausschank Rast. Die Stadt an sich gefiel und beiden nicht. Es herrschte recht hohes Verkehrsaufkommen und dementsprechend sahen die Fassaden der Häuser aus. Ansprechens und anschaulich ist anders.
Während wir auf unser Schiff warteten setzte ein kurzer Platzregen ein. Dafür kühlte es etwas ab und wir saßen letzten Endes fast alleine auf dem Sonnendeck des Schiffes. Die Rückfahrt bis Bernkastel-Kues war unspektakulär, dafür noch ein bißchen langsamer als schon die Hinfahrt aber mit den gleichen Bandansagen nur in umgekehrter Reihenfolge.
In Bernkastel-Kues erwartete uns das Hotel “Zur Post (12 Aufrufe)” und ein leckeres vier-Gänge-Menü. Für einen abendlichen Spaziergang waren wir beide zu kaputt und so gingen wir nach dem Essen gleich auf unser Zimmer. Als ich mich doch aufraffen konnte für ein paar Bilder nach draußen gehen fing es an zu gewittern. Das auch ziemlich heftig. So versuchte ich mich, leider erfolglos an Gewitter-Aufnahmen aus dem Hotelzimmer. Naja, ein anderes Mal.