Moseltour – Von Mehring nach Trittenheim
Verfaßt von Florian Graus am 12. Juni 2011, kategorisiert unter Urlaube / Ausflüge
Freitag, 03. Juni 2011

Nach einem ausgiebigen Frühstück schnürten wir wieder die Wanderschuhe und machten uns auf den gleich ansteigenden Weg in die Weinberge. Die Sonne knallte schon früh erbarmungslos vom Himmel zu dem gab es auf den ersten paar Kilometern kein Schatten.
Nachdem wir das Moselplateau über Pölich erreicht hatten führte uns der Weg in den Wald, auch hier lies die Beschilderung zu wünschen übrig dafür hatten wir jetzt natürlichen Sonnenschutz.
Nach einer Weile bogen wir rechts ab und marschierten bergab durch die Weinberge nach Schleich. Unsere Hoffnung die dortige Schleuse überqueren zu können wurde mit einem Blick durch das Teleobjektiv zerstört. Kein Fußgängerüberweg bedeutet für uns einen Umweg. Der Rucksack wurde nur um ein paar Fressalien leichter und die Füße fingen schon nach dem kurzen Stück Weg an zu schmerzen. Na ja, Hühneraugen zu und durch…
Von Schleich wanderten wir direkt am Moselufer weiter nach Ensch wo wir zwischendurch unter einem Schattigen Baum auf einer Wiese rasteten. Mehr als die Hälfte des Weges lag noch vor uns.
Nach dem Örtchen Ensch fanden wir endlich eine Brücke über welche wir die Mosel überqueren konnten. Nach Thörnisch galt erst einmal meine Blasen an den Füßen zu versorgen. Die neuen Schuhe waren noch nicht eingelaufen zudem waren die Socken auch noch sehr bescheiden. Das Resultat, drei wunde Stellen welche wir aber mit Blasenpflastern gut versorgt bekamen.
Über eine “Feldhighway” liefen wir zum nächsten Ort. Dieser gut geteerte Feldweg wurde sehr intensiv von Kraftfahrern genutzt und wir mußten etliche Male auf die angrenzenden Felder ausweichen.
Die Straße führte an dem “Erlebnisland Eurostrand”, einem Urlaubs- und Erlebnispark, vorbei. Auch uns wurde etwas geboten und so erlebten wir im Vorbeigehen einen “Anton aus Tirol”-trällernden DJ, welcher für das Entertainment der gerade stattfindenden “Beach Party” zuständig war. So stelle ich mir Urlaub vor…
Leiwen war der nächste Ort auf unserer Route und hier fanden wir die kleine Straußwirtschaft “Zum Fuchsbau”. Welche, treffender Weise, an der Tränkgasse lag. Ich gönnte mir einen Rieslingschorle aus dem Krug mit recht stillem Wasser, Marie gönnte sich Traubensaft. Mit letzterem füllten wir uns dann auch gleich noch unsere Trinkbeute auf. Der Hof der kleinen Straußwirtschaft war recht gemütlich eingerichtet, die beiden älteren Besitzer sehr nett und die Sitte, daß man auch mitgebrachte Speisen verzehren kann gefiel uns auch.
Nun ging es an die letzten Kilometer. Wir umrundeten eine weitere Moselschleife bis wir über die Brücke nach Trittenheim laufen konnten. Hier befand sich unser Gästehaus, zugehörig zum “Weingut Claes Schmitt Erben (13 Aufrufe)“. Die Seniorchefin zeigte uns unsere Zimmer mit zugehöriger Küche. Nach Dusche und etwas Regeneration hatten wir noch eine unterhaltsame Weinprobe beim Juniorchef Niko Schmitt. Es gab leckeren Sekt, natürlich Riesling aber auch einen Rosé. Selbstverständlich war ihm Freinsheim, das Stadtmauerfest und die Weingüter “Rings (10 Aufrufe)” und “Krebs (15 Aufrufe)” ein Begriff.
Wir folgten seinem Vorschlag und besuchten für unser Abendessen das Restaurant “Germania”. Wenn auch die Inneneinrichtung zeitlich etwas stehen geblieben war, das Essen war gut bürgerlich und üppig. Genau richtig nach einem solch harten Tag.